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„Eine der wichtigsten Eigenschaften der Kunst ist es, auf Sachverhalte aufmerksam zu machen, die wir nicht wahrnehmen, die uns nicht auffallen und auf die sich im Normalfall unsere Konzentration nicht richtet“, meint der 1971 in Bamberg geborene Holzbildhauer, Schreiner und staatlich geprüfte Künstler Tino Panse. Dieser Ansage gemäß findet sich in seinen zahlreichen Arbeiten eine durchgehende Fokussierung auf nebensächliche Aspekte des Alltags. Dies können als marginal empfundene, sich hundertfach ergebende Gesprächssituationen (Klinkenputzen 2001) genauso sein, wie Oberflächendetails an weg- geworfenen Getränkedosen (Aufgetürmt 2002). Oft kommt man bei der genauen Betrachtung und geübten Hervorhebung des Unwesentlichen, zum Wesentlichen. In seiner Arbeit „Comics“ von 2008 hat Panse mit einem Skalpell Comicbücher bearbeitet. Den Geschichten wurden so jegliche Bildinhalte genommen, was bleibt sind die Rahmen und Sprechblasen. Durch die Freilegung der Struktur werden der Komplexitätsgrad und die Dynamik der jeweiligen Geschichten ungeachtet ihrer Inhalte offenbar, wird das Skelett der Narration sichtbar. Am Anfang vieler weiterer Arbeiten steht Panses Lust sich Aufgaben zu stellen, deren Erfüllen, gelinde gesagt, Schwierigkeiten macht. So der 2004 unternommene Versuch, mit einem im Künstlerhintern steckenden Bleistift den Eiffelturm, die Porta Nigra oder das Brandenburger Tor zu skizzieren (Bauwerke, 2004), oder die Besteigung eines Kleiderschrankes, für die Panse eine umfangreiche Spezialausrüstung nach Bergsteiger-Manier angefertigt hat ( 2012 Höhenmillimeter, Installation, 2004).
Hansjörg Fröhlich
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Tino Panse zwei Comicbücher: Dragon Ball 10 x 15 cm 368 Seiten Blue 15 x 21 cm 240 Seiten 2010
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