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Nach monatelangen Aufenthalten in Tansania sind die Werke des in Hamburg lebenden Künstlers Dirk Meinzer (geb. 1972, Karlsruhe) geprägt von einer Auseinandersetzung mit einer wilden Fremde und der verheißungsvoll-zerstörerischen Ausstrahlung der Ur-Sirenen, den sogenannten Dudongs oder Manatees, mythologischen und fleischlichen Künstler-Inspirationen. Erstaunen und humorvolle Selbstreflektion der eigenen Unzulänglichkeit, ein gleichzeitig hohes Anspruchsdenken gegenüber der Gesellschaft und die Verzweiflung an den Unbilden des Schicksals finden Markierungen im Werk des ex- zessiv arbeitenden Künstlers und Absolventen der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Dirk Meinzer begreift das Vergängliche seiner Bilder und Skulpturen nicht als Ausdruck des Scheiterns, sondern als Moment der höchsten Lebendigkeit, Als die originale vitale Dimension der Existenz zeigt sich sein Vorgehen exemplarisch in den wilden Skulpturen, Bäumen und Landschaften aus Spaghettinudeln, Pommes-Frites, Kartoffeln und anderen Lebensmitteln, die, mit Buchbinderleim, Heisskleber, Farbe und unzähligen anderen Materialien überschüttet wurden, alsdann verwesen, verfallen und stinkend zur Heimstatt von Schimmel- pilzen und Insekten werden, die dann ihrerseits an der weiteren Gestaltung des Objekts mitarbeiten.
Sebastian Baden
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Dirk Meinzer Hasenmond, 2005, 20 x 15 x 30 cm Acryl, Aluminium, Pommes Frites, Hasenfell Courtesy Galerie FGS, Karlsruhe
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