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Robert Matthes siedelt seine Arbeiten im Feld der figürlichen Malerei, mit surrealistischem Einschlag, an. Etliche Gemälde sind von Köpfen, Rümpfen, Maschinen bevölkert, die meist durch Seile, Transmissionsriemen oder Stäbe unter- einander in Beziehung stehen. In diesen dyna- mischen, oft düsteren Welten, steht der Mensch inmitten der Projektion eines additiven, dichten Beziehungsgewebes, in dem rationale und irrationale Faktoren verschmelzen. Eine Atmosphäre von privater Mythologie entsteht. Diese wird gespeist von einem inneren Bildarchiv persönlicher Erinnerungen, Empfindungen und äußeren Prägungen, und ruft in ihrer unmittelbaren Zusammensetzung Authentizität hervor. Es ent- stehen künstlich inszenierte Orte oder Räume mit einer körperlichen Schichttiefe, also einer räum- lichen Dimension, aber auch einer Tiefe von inneren Ansichten und Bedeutungsebenen. In diesen Räumen des Entwurfs wird der Übergang, die Passage selbst zum Thema. Das „inoffizielle Ich“ eines jeden Betrachters wird in eine Zeichenwelt eingewoben, kann auf Entdeckungsreise gehen und dabei erfahren, dass Matthes‘ Arbeiten Kommentare zur Manipulation des Individuums sind. Robert Matthes ist 1982 in Rudolstadt geboren und lebt in Stuttgart. Diplom Freie Kunst 2009 nach dem Studium der Malerei an der AKA Stuttgart bei Prof. Paul-Uwe Dreyer und Prof. Reto Boller.
Hansjörg Fröhlich
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Robert Matthes vertauft, 2010 170 x 260 cm, Acryl/Öl auf Nessel
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